Michael Türk
Michael Türk Lead Solution Specialist
20. March 2018 in

Deutsch Let's talk about

Wer hat beim Thema Digitalisierung im Unternehmen die Hosen an?

Wer ist eigentlich verantwortlich für Digitalisierung, für E-Business und E-Commerce? Diese Frage stellen sich tagtäglich Hunderte von Unternehmen weltweit. Dabei sind eigentlich gleich mehrere Teilfragen interessant: Wer darf über das Budget für E-Commerce entscheiden? Wer setzt das Ganze um? Wer entscheidet über Erfolg und Misserfolg? Müssen dabei neben internen Stakeholdern auch noch externe abgeholt werden? Wahrscheinlich haben zehn verschiedene Teams zwölf unterschiedliche Meinungen hierzu.

 

Anspruchsgruppe 1: Die IT-Abteilung

Traditionell hat die IT-Abteilung in vielen Unternehmen die Hand auf den Systemen. Das macht dahingehend Sinn, dass es sich natürlich auch um datenverarbeitende Systeme handelt. Wieso sollte das Team, dass seit Jahrzehnten die interne IT-Landschaft rund um ERP, CRM usw. verwaltet, nicht auch die zentrale Verantwortung für die Systeme des E-Commerce übernehmen? Es ist ja schließlich auch nur Code.

Soweit ist die Argumentation nachvollziehbar und richtig, aber gleichzeitig unvollständig. IT-Abteilungen werden meist als Kostenstelle verstanden - eine erfolgreiche IT-Abteilung schafft dementsprechend, die vorgegebene Arbeit mit möglichst niedrigen Kosten abzuwickeln. Übererfüllung wird zur Kenntnis genommen, aber selten besonders honoriert. Hierdurch ergibt sich oftmals eine reine Innensicht im Rahmen der IT-Abteilung. Im eigenen Sinne wird dabei alles der Effizienz und Stabilität untergeordnet, weil das eben zur eigenen Zielerreichung beiträgt. Das ist auf in Ordnung bei den klassischen IT-Systemen, aber es läuft der Anforderung entgegen, sich auf die wechselhafte Welt der Kundenzentrierung zu fokussieren.

 

Anspruchsgruppe 2: Marketing

Also muss das Marketing ran. Klar, in aller Regel hat das Marketing schon eine Weile mit dem Internet zu tun gehabt, vor 20 Jahren die erste und in der Zwischenzeit fünf neue Corporate Websites veröffentlicht. Im Vergleich der klassischen Unternehmensbereiche ist das Marketing der Digital Native. Und trotzdem spricht nicht immer alles für die Marketingabteilung. Die emotionale Repräsentation der Marke steht oft im Mittelpunkt für viele Marketeers. Hübsche Kampagnen, virale Videos und Buzzwords prägen den Alltag und ebnen den Weg für Engagement-fokussierte Strategien. Kreative Kampagnen und Brand Experience reichen allein jedoch nicht, um ein stimmiges Digitalisierungspaket umzusetzen. Schon allein, weil der Antrieb für konversionstreibende Initiativen auf einer Mischung aus dem richtigen Technologie-Setup für Datenauswertungen und einer Prise menschlicher Intuition basiert, wenn es darum geht ein Verständnis für Kundenbedürfnisse aufzubringen.

icon_salesAnspruchsgruppe 3: Vertrieb

Noch näher am Kunden ist oft der eigene Vertrieb. Unsere Produktwelt entwickelt sich immer schneller, der Beratungsaspekt im Vertrieb nimmt daher auch dauerhaft weiter zu. Dementsprechend ist man sowieso im Diskurs mit dem Kunden - und das beinhaltet explizit, dass man den Kunden immer mehr Gehör schenkt. Dass der Vertrieb eine große Bedeutung im E-Commerce hat, liegt also auf der Hand.

Aber auch hier gibt es ein großes Aber: Gerade in Deutschland scheut sich ein Großteil der Unternehmen noch immer, direkt mit den eigenen Kunden über digitale Kanäle in Diskurs zu treten. Zu abhängig ist man von Vertriebspartnern im mehrstufigen Vertriebsmodell - da möchte man natürlich niemandem die Laune verderben. Aber die bittere Wahrheit ahnen da trotzdem schon viele: ohne direkten Zugang zum Kunden, zu deren Bedürfnissen und Wünschen, haben Unternehmen schon heute einen massiven Wettbewerbsnachteil, nicht nur im Vertrieb, sondern auch in der Weiterentwicklung von Produkten. Unternehmen müssen sich langsam aber sicher überlegen, wie sie strategisch Zugang zum Kunden erlangen. Und um das noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: das umfasst Flexibilität und Transformationswillen gegenüber neuartigen Formen der Zusammenarbeit und Incentivierung. Es ist niemandem geholfen, den Status Quo auf’s Messer zu verteidigen und dann gemeinsam gegen agilere Unternehmen mit Zugang zum Kunden zu verlieren.

Anspruchsgruppe 4: C-Level

Und an der Stelle kommen die Herren am oberen Ende der Hierarchien zum Tragen. Sie haben in Zeiten unvorstellbarer Veränderungsgeschwindigkeiten die schwierige Aufgabe, die Tanker durch den Sturm zu führen. Sie müssen den Mut beweisen, die eine oder andere unbequeme Entscheidung zu treffen, die nicht immer jedem internen oder externen Stakeholder schmecken dürfte. Die Digitalisierung ringt uns dabei auch Entschlüsse ab, die ein heute lukratives Geschäft verderben, um den Erfolg der Zukunft sicherstellen zu können.
Dementsprechend ist Digitalisierung, E-Business, E-Commerce, wie auch immer wir diese Dinge nennen wollen, ohne Unterstützung von ganz oben gar nicht denkbar. Aber Achtung: Zu viel Einfluss kann auch nach hinten losgehen. Nicht jeder Vorstand ist dazu geeignet, kundenorientierte Systeme zu gestalten. Dazu sind sie oftmals auch zu weit weg vom direkten Kundenkontakt und sie riskieren mit zu kurzen Leinen auch, dass das optimale Ergebnis durch den HiPPO-Effekt verhindert wird.

Ein Ring, sie zu knechten

Digitalisierung von Geschäftsprozessen betrifft eben alle ein wenig. Es ist daher schwierig, einen alleinigen Verantwortlichen zu finden, dem man das Päckchen mit aufladen kann. Viel mehr betrifft dies alle Abteilungen eines Unternehmens, vor allem auch die Produktabteilungen. Nie zuvor haben wir uns als Unternehmen der Herausforderung stellen müssen, tausenden Kunden draußen Gehör schenken zu müssen. Allerdings hatten wir auch niemals zuvor die Chance, von tausenden Kunden gesagt zu bekommen, was sie an den eigenen Produkten gefällt oder stört. Wenn man es schafft, dieser Datenmenge an Kundenmeinungen Herr zu werden und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, kann das den Unterschied machen zwischen einem zukünftigen Weltmarktführer und dem sicheren Weg in die Bedeutungslosigkeit.


Spryker ist all-in, wenn es um Digitalisierung von Unternehmen geht. Wir bauen Software, die Unternehmen ein Werkzeug an die Hand geben, diese Problemstellungen nachhaltig zu lösen. Aber nicht nur das: Wir gehen mit jedem einzelnen neuen Kunden eine Partnerschaft ein, und sehen es als unser persönliches Ziel, den Unternehmenserfolg sicherzustellen. Das beinhaltet unsere hochmoderne Plattform rund um das Spryker Commerce OS, aber auch unsere mittlerweile mehr als 100 Mitarbeiter, die tagtäglich im Dienste des Kunden beraten, unterstützen und entwickeln. Wir unterstützen inhaltlich, methodisch und mit der besten E-Commerce-Plattform der Welt.

Mit unserer Software arbeitet die IT-Abteilung effizienter und das Marketing kunden-orientierter. Richtig eingesetzt können Vertriebsmitarbeiter mit Hilfe unserer Plattform besser verkaufen und der Vorstand bekommt das richtige Instrument, um die Strategie der Zukunft zu gestalten.

Goodbye, Finger-Pointing. Hello Teamwork.


 

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an

Let’s Talk About… the Series.

Klingt interessant? Wir könnten den ganzen Tag über Spryker reden und darüber, warum wir 2018 die Plattform der Wahl für die E-Commerce-Branche sind. Aber das würde den Rahmen eines einzelnen Artikels sprengen - noch mehr, als es dieses bereits tut. Deshalb haben wir uns entschieden, daraus eine wöchentliche Serie zu machen, die sich jeweils einem speziellen Thema widmet, darunter auch, wie Spryker Entwicklern und Händlern auf vielen verschiedenen Gebieten zum Erfolg verhelfen kann. Es gibt eine Fülle interessanter Themen, die ausführlicher behandelt werden sollten. Dazu gehören Agilität, Seitengeschwindigkeit, Personalisierung, Sicherheit, Code-Qualität, Produktmanagement, Auftragsverwaltung und vieles mehr.

Falls Sie an einem speziellen Thema besonders interessiert sind, schreiben Sie bitte einfach eine E-Mail an michael@spryker.com. Sie können mich auch über Twitter erreichen: mein Benutzername ist @drlrdsen. Wir lieben Herausforderungen und freuen uns auf Ihre Anregungen, denn wie im E-Commerce ist unser wichtigster Erfolgsindikator die Kundenzufriedenheit.

Über Michael Türk

Ich bin Lead Solution Specialist bei Spryker und bringe dabei technische und inhaltliche Anforderungen unserer Kunden überein. Dank über 10 Jahren E-Commerce Erfahrung in über 100 verschiedenen Projekten mit verschiedenen Plattformen wie Magento, Oxid und Spryker, habe ich viele gestandene Unternehmen gesehen, die sich am digitalen Geschäft die Zähne ausgebissen - aber auch und überraschende Erfolge die zuvor niemand erwartet hat. Retrospektiv gesehen, erkennt man dabei viele Muster und kann sie auf zukünftige Projekte projizieren.

Get all new updates straight to your inbox