Dorothee Thomsen
Dorothee Thomsen Content Marketing Manager
19. September 2018 in

Deutsch Transformation Furniture

Wann geht Möbelhändlern endlich ein Licht auf?

Die Digitalisierung ist noch nicht angekommen

„Der Online-Markt für Möbel ist in Deutschland noch nicht so groß” - damit rechtfertigen viele Möbelhändler das niedrige Maß an digitaler Ambition. Und weil die Vielzahl von ihnen in Sachen Digitalisierung im Dunkeln tappt, sehen sie keine große Notwendigkeit, sich das „Warum” zu beantworten. Spoiler: Deutsche Kunden bestellen auch im Ausland.


PwC prognostiziert dem Möbelhandel bis 2020 ein Umsatzwachstum von 1,5 Prozent jährlich. Für das Onlinesegment hingegen wird ein zweistelliges Umsatzplus von 14 Prozent erwartet. Das klingt zunächst hoch - im Vergleich zu anderen Branchen, wie zum Beispiel der Modeindustrie, ist dieses Wachstum jedoch sehr schwach.

Anteil


Produktions-Winner, Online-Loser?

Laut der PwC-Studie ist Deutschland bei der Produktion von Möbeln zwar europäischer Spitzenreiter - der Umsatz lag 2015 bei 22 Milliarden Euro. Der Online-Anteil am Umsatz ist aber sehr gering: er lag 2016 nur bei 13 Prozent und damit deutlich niedriger als in vielen anderen Handelssegmenten. Die Deutschen kaufen also gern Möbel - nur nicht online. Oder?

Was in dieser Bilanz ausser Acht gelassen wird: in Deutschland werden 25 Prozent mehr Möbel importiert als exportiert. Dass der deutsche Online-Markt im Möbelsegment vergleichsweise schwach ist, lässt sich also nicht mit dem Desinteresse der Endverbraucher begründen, sondern damit, dass sie ihre Einrichtung eher aus dem Ausland bestellen. Was aber ist der Grund dafür?

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Ganz klar: der Preis. Möbel aus dem Niedrigpreissegment stammen häufig aus dem Ausland, wohingegen hochwertige Möbel aus Manufakturen und Möbelsysteme mit einem hohen Anteil an automatisierter Fertigung überwiegend in Deutschland hergestellt und zu einem vergleichbar hohen Preis verkauft werden.

 

Es dämmert langsam

Gute Neuigkeiten für Möbelhändler, die sich nicht gegen die digitale Transformation wehren: Die Ursachen für den erwarteten 14-Prozent-Anstieg des Online-Umsatzes sind zum einen technische Innovationen der Branche, wie 3D-Drucker, die beispielsweise Dekoartikel effizienter produzieren können. Zum anderen spiegeln sich Veränderungen im gesellschaftlichen Bewusstsein auch in der Möbelbranche wieder: nicht zuletzt verlangt das steigende Umweltbewusstsein der Verbraucher nach einer nachhaltigen und fairen Produktion, Design-Möbeln aus Re- oder Upcycling-Prozessen ohne lange Lieferwege.


„Neue Anbieter zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie flexibel auf neue Anforderungen der Absatzwege reagieren können, da sie alle Kanäle selbst bespielen. Anbieter, die diese Flexibilität nicht leisten, haben starke Wettbewerbsnachteile im Home & Living Segment.”

 - Pierre Haarfeld, Berater bei eTribes, Gründer und Geschäftsführer digitalapartment.de

 

Plattformen als Lösungsansatz

Eine Plattform verkauft nicht vorrangig Produkte, sie verkauft den Zugang zu den Artikeln. Dieser Zugang wird für Unternehmen, wie auch für Endkunden geöffnet. Heute herrscht auch im Möbelsegment absolute Preistransparenz und das Bedürfnis nach unbegrenzter Verfügbarkeit. Das macht es Unternehmen und Händlern sehr schwer, robuste Kundenbeziehungen aufzubauen. Gerade bei vergleichbar großen Gütern wie Möbeln spielen auch Logistik und Lagerplatz eine große Rolle. Du muss nicht der Händler sein, der sich die Frage stellt, ob sich die Investition in ein riesiges Lager für ständige Verfügbarkeit mehr lohnt, als Produktionen auf Anfrage und damit verbundene lange Lieferzeiten. Du kannst derjenige sein, der seine Plattform für andere öffnet.

 

Optimale und individuelle Customer Journey als Trigger

Mit dem Anstieg der Bereitschaft zum Online-Möbelkauf sind die Barrieren geschrumpft. Um diese neue Bereitschaft zu erhöhen, muss die Customer Journey im Online Shop optimal ausgespielt werden -  durch adäquate Online-Services wie Produktbeschreibungen, zoombare Produktbilder, kostenlose Stoffmuster, Kundenrezensionen, bequemer Zahlung und Lieferung und individueller Beratung, oder sogar Augmented Reality- und Virtuelle Reality-Einzelhandelssoftware, um den Eindruck eines Möbelstückes virtuell im eigenen Wohnzimmer zu begutachten.

 

AV

Ein wichtiger Aspekt ist die Touchpoint Integration, damit der Kunde über alle Devices erreicht werden kann - von Desktop über Mobile bis hin zu Headless Devices wie beispielsweise dem Amazon Echo.

Die Bereitschaft der Verbraucher, fair produzierte Möbel zu einem höheren Preis zu kaufen, steigt also - die beste Voraussetzung, ihnen dafür die richtige Plattform zu schaffen. Mit dem Spryker Commerce OS lässt sich die Customer Journey optimal gestalten und hilft Dir dabei, mit Deinem Online Shop Vorreiter für ein ganzes Segment zu werden.


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