Loana Junge
Loana Junge Lead Content Marketing
02. August 2018 in

Deutsch

Die größten Herausforderungen in der Modebranche

Weshalb der Westen nicht mehr die globale Hochburg für Mode-Verkäufe sein wird

Mit einem geschätzten globalen Wert von drei Billionen US-Dollar, gibt es jede Menge Geld, das in der Modebranche verdient werden kann. Überraschungsei hin oder her, es ist glasklar, dass große Unternehmen alles einstecken. Im Jahr 2016 sind die ersten 20 Prozent der Modeunternehmen um 44% mehr als im gesamten Jahrzehnt davor gewachsen und winkten dadurch den Wachstumszielen von fünf Prozent zum Abschied, die die Mehrheit der sonstigen 80% erreichen wollen.



Wie kann eine Modemarke Wachstum und Rentabilität für die folgenden Jahre sicherstellen?

Die Modebranche ist sehr trendorientiert und benötigt eine schnelle Produktinnovation, um auf sich ständig ändernden Stilen einzugehen. In den letzten Jahren hat sich die Weise, wie Kunden in das Markenerlebnis eintauchen, drastisch verändert. User Journeys sind alles, aber nur nicht mehr konventionell, sondern eine Mischung aus digital und offline mit einer Vielzahl von Geräten im Zusammenspiel. Die ständige Innovation ist nicht mehr auf ein sich entwickelndes Produktsortiment beschränkt, sondern betrifft die gesamte Interaktion mit der Modemarke.

 

Kunden sind nicht nur mehr digital unterwegs, sie haben auch höhere Erwartungen an Kundenerlebnisse und schauen genauer auf ihren Nutzen und einen persönlichen Touch. 
- BoF, The State of Fashion 2018 report

 

Welche sind die größten Herausforderungen, mit denen Modeunternehmen zu kämpfen haben? Wie können diese überwältigt werden?

1. Europäische und Amerikanische Modemarken haben am meisten mit der Konkurrenz zu kämpfen

Im Jahr 2018 wird ein wichtiger Wendepunkt erreicht, wenn zum ersten Mal die Hälfte sämtlicher Verkäufe von Kleidung und Schuhwaren außerhalb von Europa und Nordamerika stattfinden werden. Ein Großteil des Wachstums ereignet sich außerhalb des Westens und das meiste kommt aus den Schwellenmärkten in Lateinamerika und dem fortwährend wachsenden asiatisch-pazifischen Raum. Insbesondere niedrige Produktionskosten und Preise helfen den Schwellenmärkten, die Konkurrenz im Westen zu besiegen. Um den Marktanteil beizubehalten oder zu vergrößern, werden daher Produktivitätssteigerung und der Einsatz von flexiblen Tools zum Bestandsmanagement sowie zur Preisgestaltung für alle Unternehmen entscheidend sein.

Fashion-Study_West-vs-World DE

 

Automatisierung richtig gemacht

Ihr habt eine Vielfalt an unterschiedlichen Automatisierungstools zur Hand. Ihr könnt alle Bestellungen rechtzeitig ausführen. Wie könnt Ihr  nun die Produktivität weiter ankurbeln? Synchronisierte Automatisierung ist der richtige Weg. Wenn Ihr sicherstellt, dass alle Eure Systeme und Tools so harmonisch wie ein frisch verheiratetes Ehepaar sind, könnt Ihr davon ausgehen, dass Automatisierung Euren Teams wirklich das Leben erleichtern wird.

 

Bei dem Aufbau eines enormen Ökosystems an leistungssteigernden und die Produktivität ankurbelnden Drittanbietern werdet Ihr möglicherweise die einen oder andere Meinungsverschiedenheit zwischen den Systemen bemerkt haben. Durch den Gebrauch einer soliden Software als Grundlage und eine anschließende Integration und Synchronisation aller anderen Systeme mit dieser Basis, werden die Kopfschmerzen für Eure Entwicklungs- und operativen Teams sicherlich nachlassen und sich die Datenflüsse und Ergebnisse erheblich verbessern.


Ganz einfach Bestandsmanagement und die Preisgestaltung herausputzen

Bei Marktveränderungen müssen Marken in der Lage sein, flexibel zu reagieren. Eine gute Strategie ist, eine gute Übersicht über die Lagerbestände zu haben und dann die Preise je nach Bedarf anzupassen. Mit einer State Machine könnt Ihr diese Szenarien automatisieren. Ist der Bestand immer noch größer als ein gewisser Stand nach 3 Monaten? Bringt ein vorübergehendes Verkaufsetikett mit 20% Rabatt an und prüft, ob es so schneller verkauft wird. Menschliche Intuition kann nicht vollständig durch eine State Machine ersetzt werden, erfolgreiche Taktiken können jedoch viel einfacher und zuverlässiger angepasst werden.

 

2. Für Online-Marken ist Produktionsgeschwindigkeit heutzutage eine Sache von Tagen

Zara war immer das Musterbeispiel für schnelle Produktion, indem viele Materialien in Spanien in der Nähe von Fabriken gehalten wurden. Dieser Ansatz wurde durch Pure Player in die Ecke getrieben, mit einem Ansatz, der Tage statt Wochen dauert.

 

Wie haben es Online-Marken geschafft, Zara in Sachen Produktionsgeschwindigkeit zu übertreffen?

ASOS, Boohoo und Missguided beobachten Trends auf sozialen Medien anstatt auf Trendanalysten zu setzen. Eine schlanke Supply Chain zusammen mit Produktionsstätten in der Nähe von Schlüsselmärkten ermöglicht es ihnen, den Produktionsprozess im Vergleich zu herkömmlichen Unternehmen erheblich zu beschleunigen. Für ASOS dauert es zwei bis acht Wochen, ein neues Kleidungsstück auf den Markt zu bringen. Boohoo übertrifft dies mit nur zwei Wochen und Missguided schlägt sie alle mit einer Produktionsgeschwindigkeit von nur einer Woche.

Fashion-Study_AverageTime DE

 

3. Digital ist der Fokus

Für viele Unternehmen hat sich die digitale Umwandlung in einen beständigen Kampf zwischen herkömmlicher Denkweise und innovativer Einstellung verwandelt. Die gute Nachricht ist, dass, selbst wenn Dein Unternehmen immer noch damit kämpfen sollte, jetzt ausreichend Beweise vorliegen, dass sich digital auszahlt. In der Tat stehen Omnichannel, E-Commerce und digitales Marketing an vorderster Front, was die Platzierung von Investitionen für das nächste Jahr betrifft.

Fashion-Study_Sales-Growth-Investment DE

 

"Wir verstehen, dass Digitalisierung ein Wegbereiter für unser Geschäft ist. Ein Online-Shop reicht nicht aus, Sie benötigen digitales Eigentum. Wenn dies ausgelagert ist werden Sie nicht in der Lage sein, gute Eigenschaften für Omnichannel, digitales Merchandising oder virtuelle Integrationen zu entwickeln. Natürlich arbeiten wir mit Partnern zusammen, die Architektur ist jedoch vollständig in unserem Besitz."

- Steven Mattwig, Head of Global E-Commerce Tom Tailor

 

 Fashion-Study_Business-Roadmap DE-2

 


 

Möchtest Du mehr darüber erfahren, wie Ihr diese Herausforderungen überwinden können?

Wir helfen gerne mit ein paar kostenlosen Ratschlägen.

 

Get all new updates straight to your inbox