Ist das mobile Maß schon voll?

Alexandra Buckalew
Alexandra Buckalew Product Marketing Manager
27. September 2018 in

Deutsch Mobile B2C

Mobile-first gibt’s nicht erst seit 2017.....

Während der Weihnachtszeit 2015 nutzten fast 70% der Amazon-Kunden ein mobiles Gerät, um einen Kauf abzuschließen. Das heißt, dass das mobile Endgerät nicht nur zur Produktsuche und zum Preisvergleich, sondern auch zum Kauf genutzt wurde. Wie genau beeinflusst die neue Mobilität den aktuellen Stand des Handels?

Bevor wir behaupten, dass Monster-Online-Dienste die Welt erobern, erinnern wir uns, dass Amazon den Vorteil eines offenen Marktplatzes hat. Hier können die Menschen bei einer Vielzahl von Händlern von kleineren Bedarfsgütern wie Lebensmitteln, über Konsumgüter wie Mode bis hin zu Technik, alles mobil einkaufen. All dies hilft dem "gotta have it"-Denken: Einkäufe werden direkt über das Gerät getätigt, dass man wirklich jederzeit zur Hand hat. Davon profitiert nicht nur Amazon, sondern auch andere Onlinehändler, die Responsive richtig machen.

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Wie verbreitet ist Mobile-Shopping wirklich?

Werfen wir einen Blick auf eine neuere Sichtweise außerhalb des Amazon-Kosmos. Daten aus Google Analytics zwischen den Monaten Juni und September 2017 zeigen, dass über 40% der Online-Transaktionen auf mobilen Geräten durchgeführt wurden. Dieses neue Kaufverhalten kommt aber nur langsam bei den Händlern an.

Sind Mobiltelefone die neuen Eroberer der Konsumwelt? Viele Händler beschränken sich auf eine Website, die bestenfalls eine Responsive-Version haben. Responsive Design, responsives Layout,  allgemeine „Responsiveness": das mobile Kauferlebnis ist elementar: 73% der Verbraucher würden nicht in einen schlecht gestalteten mobilen Shop zurückkehren, wenn eine Alternative den Kauf einfacher gestaltet

 

Der Kunde von heute: von hingebungsvoller Treue zu Convenience...

Amazon versteht, dass das Smartphone der neue Kunden-Touchpint ist und legt einen großen Fokus auf die User Journey. Dies sollte heute nicht mehr optional, sondern Standart für alle Onlinehändler sein. Das bedeutet: Markentreue lässt sich nur durch Convenience schaffen - siehe Amazon.

Diese Verschiebung hat Konsequenzen, sowohl gute als auch schlechte. Es ist nachvollziehbar, warum nicht alle Geschäfte von der Idee begeistert sind, Zeit und Budget für die mobile Experience zu investieren, vor allem, wenn man sich auf einem Nischenmarkt bewegt. Diese Denkweise könnte sich jedoch bald ändern, da die mobile Welle immer mehr zur Realität wird. Nach Angaben der GSMA haben 84% der Gesamtbevölkerung in Europa, also rund 500 Millionen Menschen, bis Mitte 2017 einen Mobilfunkdienst abonniert. Die Haushalte der Generation Y in Nordamerika haben sogar eine mobile Sättigung von 91%, wie Forrester zeigt. Es ist eine sichere Schlussfolgerung, dass Desktop Devices nicht mehr das einzige Medium ist, auf das eine Marke oder ein Unternehmen Einfluss nehmen sollte.

 

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Was haben wir gelernt?

Wenn Du Dich immer noch fragst, ob eine Smartphone-optimierte User Experience der nächste Schritt für Deine Marke ist, denke daran, dass Mobiltelefone mehr sind, als ein Telefon. Sie sind unsere ständigen Begleiter - in Sachen Kommunikation ebenso wie in beim Konsum. Es ist an der Zeit, ernsthaft darüber nachzudenken, mobile Funktionen zu entwickeln, die auf Benutzerfreundlichkeit und nicht nur auf ein ansprechendes Website-Design ausgerichtet sind.

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