Dorothee Thomsen
Dorothee Thomsen Content Marketing Manager
23. August 2018 in

Deutsch

Smart Home Security

Wohnst Du noch oder lebst Du schon sicher und smart?

Der Klassiker unter den Einbrüchen: Die Täter wissen, dass die Bewohner im Urlaub sind und können ganz ungestört die Wohnung nach Diebesgut durchsuchen und den Tatort mit vollen Taschen wieder verlassen. Bei der Rückkehr einige Tage später wartet die böse Überraschung und von den Tätern gibt es keine Spur mehr. In so einer Situation hat man keine Chance, den Einbruch zu verhindern - oder?


Laut einer bitkom Umfrage hat über ein Drittel der Deutschen vor, sich im nächsten Jahr eine IoT (Internet of Things)-Anwendung anzuschaffen. Neben intelligenten Thermostaten, Beleuchtung und Geräten wie automatische Rasenmäher und Saugroboter sind Sicherheitssysteme besonders hoch im Kurs. Mit einem smarten Sicherheitssystem könnte der oben genannte Einbruch folgendermaßen aussehen:


Sobald die Täter die Wohnung betreten, sendet eine Bewegungsmelder ein Signal, das die Wohnungsinhaber per Push genau in dem Moment eine Warnung sendet und Überwachungsbilder live mitliefert. Die Polizei kann direkt informiert werden - so besteht eine hohe Chance, den Einbrecher auf frischer Tat zu überführen.


Auch zur präventiven Abschreckung kann das Smart Home genutzt werden. Für den „Wachhund-Effekt” kann man mithilfe einer intelligenten Steuerung von Licht, Rollläden, Musik oder anderen Geräuschen den Eindruck entstehen lassen, dass das leere Haus oder die Wohnung bewohnt sind. Per App kann der Zeitpunkt festgelegt werden, wann sich die Geräte ein- und ausschalten.

 

Mit Hilfe der Spryker State Machine können Prozesse automatisch aufgesetzt, umgesetzt und grafisch dargestellt werden. Hierzu werden alle Elemente, die regelmäßig und ohne manuelle Eingriffe wiederkehrend ablaufen, vorprogrammiert. Diese Handlungsketten können somit an verschiedensten Stellen eingesetzt werden, um automatische Ereignisse auszulösen, die Benachrichtigungen verschicken, Geräte steuern oder weitere Prozesse anstoßen.

 

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Ist der virtuelle Wachhund des Pudels Kern?

Ja und nein - denn die Anwendungen, die eigentlich der Sicherheit der vier Wände dient, kann auf anderer Seite Sicherheitsrisiken bergen. Datensicherheit ist nicht erst seit Gültigkeit der DSGVO ein sehr sensibles Thema.

 

The Insecurity of things?

Da die IoT-Geräte potenziell in der Lage sind, private Daten über den Wohnbereich zu sammeln, ist die Weiterleitung, Auswertung und Speicherung ein sensibles Thema für Anbieter und Endverbraucher dieser Services.

Die meisten IoT-Geräte haben die primäre Aufgabe, persönliche Daten über das Verhalten und die Präferenzen ihrer Nutzer zu sammeln. Ein eingängiges Beispiel hierfür sind smarte Überwachungssysteme, die über Apps einen permanenten Videoeinblick in den Wohnraum ermöglichen - auch wenn sich die Bewohner hier aufhalten. Das bedeutet, dass hier möglicherweise mehr Informationen zusammengetragen werden, als die entsprechende Datenschutzrichtlinie vorgibt.


Jeder Hersteller und Anbieter von Smart Devices sollte unbedingt über eine Datenschutzrichtlinie oder ein ähnliches Dokument verfügen, in dem erläutert wird, wie die von einem Gerät erfassten Daten oder die zugehörigen Dienste verwendet werden.
Denn auch die Daten, die von IoT-Devices erfasst werden, können DSGVO-relevant sein. Nicht nur Informationen wie Namen und E-Mail-Adressen fallen unter die Datenschutzbestimmung, sondern auch IP-Adressen werden als personenbezogene Daten gewertet - ebenso wie Informationen, die beispielsweise von Sensoren in einem vernetzten Home generiert werden.

 

 Das Spryker Commerce OS entspricht vollständig den internationalen DSGVO-Vorschriften und wird bei Bedarf aktualisiert. Insbesondere sensiblen Kundendaten, wie E-Mail-Adressen, Bankdaten, Bestellinformationen oder durch Sensoren generierte Daten werden sicher gespeichert. 


Zahlreiche Geräte wie Kameras, Sensoren und auch Voice Devices sind bereits an ein Smart-Home-System koppelbar oder können künftig implementiert werden und erheblich zur Sicherheit beitragen.

Smarte Sicherheitssysteme sind ein riesiges Geschäftsmodell mit viel Potenzial, das noch lang nicht ausgeschöpft ist. Das wirtschaftliche Potenzial des Internet of Things allein im Bereich von Sicherheitssystemen und Smart Homes wird von McKinsey bis 2025 weltweit auf bis zu 300 Milliarden Dollar geschätzt.


Google und Apple sind bereits dabei, den Markt zu erschließen - ein sicherer Indikator dafür, dass es in diesem Bereich einen großen Schub geben wird. Apple bietet mit dem

Homekit Branddetektion via iPhone an, Google ist auf diesem Feld mit IoT-Tochterunternehmen Nest Lab ebenfalls aktiv.


Warum sind smarte Sicherheitssysteme in deutschen Haushalten noch kein Standard?

„Damit das Smart Home in Deutschland durchstartet, brauchen wir erschwingliche und unkomplizierte Technik, die besser aussieht als das Gros der Geräte. Neben Design und Preis braucht es aber auch andere Anreize: von Versicherern für Rauchmelder, Glasbruch- und Feuchtigkeitssensoren etwa.”

- Max Wiesmüller, Redakteur Connected Car & eHome: COMPUTER BILD-Gruppe


Die Zweifel an der Datensicherheit ist nicht die einzige Hemmschwelle des Verbrauchers bei der Anschaffung von Smart Home Geräten. Als weiterer Grund gegen das Nutzen von IoT-Geräten werden häufig die aufwändige Installation und die damit verbundenen Kosten genannt. Dabei befindet sich das „Steuer” einer vernetzten Haustechnik bereits im Besitz des Verbrauchers: das Smartphone.

 

IoT Abb1Mit WLAN und den mobilen Endgeräten ist die Basis für viele intelligente Haustechniken bereits geschaffen. Sogenannte Plug-and-Play-Technologien können vom Endverbraucher ohne großen technischen und finanziellen Aufwand selbst in Betrieb genommen werden.


Viele Produkte scheinen zu technisch und potenzielle Anwender, aber auch Anbieter scheuen die Auseinandersetzung mit dem Neuen und Unbekannten. Wer als sich als Vorreiter auf diesem Markt etablieren will, sollte diese Tatsache mit in seine technischen Konzepte einbeziehen.



Was erwartet uns?

Die Prognosen sind trotz allen Bedenken vielversprechend: im deutschen IoT-Markt stellt die Gebäudesicherheit nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das zweitgrößte Segment dar. Schon in rund vier Jahren erwartet Statista in diesem Bereich Umsätze von rund einer Milliarde Euro. Ca. zwei Millionen Haushalte sind in Deutschland bereits mit Smart-Home-Systemen ausgestattet. Nach Schätzungen vom Verband der Industriewirtschaft eco werden es 2022 rund acht Millionen sein. Das wäre eine jährliche Wachstumsrate des deutschen Smart-Home-Marktes von über 26 Prozent.

Es lohnt sich also nicht nur, von Herstellerseite in diesen Markt zu investieren - es ist sogar unumgänglich, um sich auf dem Markt auch zukünftig zu behaupten.

 



Cover IoT

 

 

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